Bericht aus Gha­na

Das Stern­sin­ger Team bekam Post aus Gha­na. Das Ortho­pä­di­sche Cen­ter, wel­ches die Stern­sin­ger­ak­ti­on mit dem gesam­mel­ten Geld unter­stützt, berich­tet vom ver­gan­ge­nen Jahr 2016 und bedankt sich für die Hil­fe. Wenn auch ein biss­chen spät, erhal­ten wir auf die­sem Wege Weih­nachts­grü­ße aus Gha­na.

Lie­be Freun­de des Ortho­pä­di­schen Trai­ning Cen­ters,

wäh­rend wir uns dar­auf vor­be­rie­ten, das neue Jahr will­kom­men zu hei­ßen, möch­ten wir einen Moment zurück­bli­cken und euch über die Her­aus­for­de­run­gen und Freu­den des Jah­res 2016 berich­ten.

Die­ses Jahr haben wir ver­sucht mög­lichst alles zu erset­zen bzw. zu repa­rier­ten, was durch die Explo­si­on zer­stört wur­de, wel­che sich nur eine Mei­le von unse­rer Ein­rich­tung ent­fernt ereig­ne­te. Es waren uner­war­te­te Aus­ga­ben, aber vie­le Leu­te vor Ort waren sehr groß­zü­gig und haben gehol­fen. Eini­ge Zeit muss­ten wir Was­ser aus Accra kom­men las­sen, da es hier kein Was­ser gab und unse­re Regen­tanks leer waren. Die­se Erfah­run­gen, obwohl es unan­ge­neh­me waren, lie­ßen uns die gro­ße Aner­ken­nung für das was wir haben spü­ren. Wir waren so dank­bar für die Hil­fe, die wir bekom­men haben.

Bru­der Tar­cisi­us Aus­zu­bil­den­de für Pro­the­sen und Ortho­pä­die haben fast die Aus­bil­dung geschafft, machen nun ein Prak­ti­kum und ler­nen für die Klau­su­ren am Ende des Jah­res. Sie­ben der Gra­du­ier­ten haben bei uns den prak­ti­schen Teil ihrer Aus­bil­dung absol­viert und wer­den bald zurück­keh­ren.

Unse­re mobi­le Ein­heit fährt wei­ter­hin über das gan­ze Land und fin­det immer noch Orte, an denen sie nicht gewe­sen sind. Es ist unglaub­lich, dass es nach 50 Jah­ren unse­rer Arbeit noch immer abge­le­ge­ne Dör­fer gibt, in denen Bedürf­ti­ge noch nicht von unse­ren Diens­ten pro­fi­tie­ren konn­ten. Die Kin­der­ab­tei­lung hat momen­tan 30 Pati­en­ten und wir erwar­ten mehr, da der ortho­pä­di­sche Chir­urg bald kom­men wird, um ver­schie­de­ne Ope­ra­tio­nen durch­zu­füh­ren. Es ist eine gro­ße Freu­de für uns, die Ent­wick­lung der Kin­der zu beob­ach­ten, von dem Moment an , in wel­chem sie zu uns kom­men, bis zu jenem, an dem sie wie­der nach Hau­se fah­ren, Es sind nicht nur kör­per­li­che Fort­schrit­te, son­dern auch die Auf­merk­sam­keit und Für­sor­ge, die sie bei uns bekom­men und die ganz­heit­lich zu ihrer Ent­wick­lung bei­tra­gen.

Dank eini­ger Zuschüs­se, die wir bekom­men haben, konn­ten wir neue Maschi­nen beschaf­fen, wel­che uns dabei hel­fen die Pro­the­sen her­zu­stel­len. Dank der sie­ben Aus­zu­bil­den­den haben wir viel mehr geschafft als sonst. Gleich­zei­tig blei­ben wir immer auf dem neus­ten Stand, um unse­ren Pati­en­ten den best­mög­lichs­ten Ser­vice zu bie­ten.

Eure groß­zü­gi­ge Unter­stüt­zung erlaubt uns so vie­le Men­schen zu errei­chen und ihnen zu hel­fen, auch wenn die Men­schen, die zu uns kom­men, nicht ein­mal einen klei­nen Bei­trag bei­steu­ern kön­nen, um den wir sie bit­ten. Seid ver­si­chert, dass wir an euch und eure Fami­li­en den­ken und euch in unse­re täg­li­chen Gebe­te ein­schlie­ßen.

Wir wün­schen jedem ein­zel­nen von euch ein geseg­ne­tes neu­es Jahr 2017!